Geschichte

Mit dem 2. Vatikanischen Konzil und dem Dokument über die Kirche in der Welt von heute erfuhren auch Institutionen, die sich der Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen widmen, neue Impulse. Die Synode 72 in der Schweiz und im Bistum Chur hat mit dem Dokument 8 «Soziale Aufgaben der Kirche» zum ersten Mal offiziell einen Rahmen und eine eigentliche Grundlage geschaffen, um die soziale Verantwortung der Kirche aus ihrem Wesen heraus zu begründen, ihre entsprechenden Engagements und Institutionen zu rechtfertigen und ihnen Leitlinien zu geben. So wurde die Caritas als institutionalisierte Facharbeit als im eigentlichen Sinne wesentlich für die Kirche proklamiert.

Sicher lag es einerseits am Zeitgeist, aber andererseits ebenso an diesen offiziellen Impulsen, dass Kirchgemeinden in der Stadt Zürich und vereinzelt auch im Kantonsgebiet auf Pfarreiebene professionelle Sozialdienste schaffen wollten. Caritas Zürich unterstützte die Pfarreien auf Anfrage bei Bedürfnisabklärungen, bei der Erarbeitung von Konzepten und begleitete sie in der Aufbauphase.

Die entstandenen Stellen waren Einzelposten und wurden meist von Sozialarbeiter/innen im Teilzeitpensum wahrgenommen. Umso wichtiger war das Angebot und die Organisation von Koordination und fachlichem Austausch, Rückfragemöglichkeiten und Weiterbildungen. Über all die Jahre beauftragte Caritas Zürich hierfür jeweils eine Ansprechperson innerhalb der heutigen Abteilung «Diakonie». Diese übernahm auch Sekretariats-, später Koordinations- und Beratungsaufgaben für die im Jahr 1987 gegründete „Zürcher Arbeitsgemeinschaft der pfarreilichen Sozialdienste“ (ZAS), insbesondere die Einführung von neuen Mitarbeitenden oder die Organisation des fachlichen Austausches.

In einem Klärungsprozess erarbeitete im Jahre 2011 eine Arbeitsgruppe, bestehend aus pfarreilich Sozialarbeitenden und einer Diakonie-Fachperson, das „Konzept Koordinationsstelle Soziale Arbeit Katholische Kirche Kanton Zürich“ als Grundlage für einer eigene Stelle.

Im Februar 2013 wurde die «Fachstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit» geschaffen, die personell und administrativ bei der Caritas Zürich angesiedelt und mit 80% dotiert ist.