Geschichte ZAS

Geschichte der ZAS
Mit dem 2. Vatikanischen Konzil und dem Dokument über die Kirche in der Welt von heute erfuhren auch Institutionen, die sich der Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen widmen, neue Impulse. Die Synode 72 in der Schweiz und im Bistum Chur hat mit dem Dokument 8 «Soziale Aufgaben der Kirche» zum ersten Mal offiziell einen Rahmen und eine eigentliche Grundlage geschaffen, um die soziale Verantwortung der Kirche aus ihrem Wesen heraus zu begründen, ihre entsprechenden Engagements und Institutionen zu rechtfertigen und ihnen Leitlinien zu geben. So wurde die Caritas als institutionalisierte Facharbeit als im eigentlichen Sinne wesentlich für die Kirche proklamiert.

Sicher lag es einerseits am Zeitgeist, aber andererseits ebenso an diesen offiziellen Impulsen, dass Kirchgemeinden in der Stadt Zürich und vereinzelt auch im Kantonsgebiet auf Pfarreiebene professionelle Sozialdienste schaffen wollten. Einige von ihnen baten die Caritas Zürich, bei Bedürfnisabklärungen und Konzepten behilflich zu sein und auch die Aufbauphase zu begleiten. Solche Aufträge übernahm die Caritas Zürich gerne. Es war ihr wichtig, diese neuen Dienste und Stelleninhaber/-innen nicht einfach allein zu lassen. Aber ebenso ging es um die Pfarreien als Basis unserer Institution, wie wir dies im Gesamtkonzept dargelegt haben.

Weil es sich überall, wo Stellen entstanden waren, um Einzelposten meistens mit Teilzeitpensen handelte, wurde es wichtig, unter ihnen Koordination und fachlichen Austausch, Rückfragemöglichkeiten und Weiterbildung usw. anzubieten und zu organisieren. Diese Aufgaben übernahm die Caritas Zürich als Dienstleistung gegenüber den Pfarreien, aber auch klar als Instrument der Zusammenarbeit, erfuhren wir so doch sehr direkt, was auf Pfarreiebene gewünscht und nötig war und konnten unsere Angebote besser darauf ausrichten. Über all die Jahre beauftragte die Caritas Zürich hierfür jeweils eine Ansprechperson innerhalb der heutigen Abteilung «Diakonieförderung» (früher: «generelle kirchliche Sozialaufgaben»).







Diakonie ist für mich der einzige Weg das staatskirchliche System der katholischen Kirche zu erhalten. Ohne Diakonie werden wir über kurz oder lang verschwinden.
Michael Weisshar
Gemeindeleiter, Pfarrei St.Marien, Oberwinterthur